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Freier Willen?

Eine interessante Frage: Stehe ich aus freiem Willen an diesem Punkt? Hat mich die Summe all meiner Entscheidungen hierher gebracht? Oder war es ein vorbestimmter Weg?

Im Moment kommt es mir so vor, als wäre von vornerein auf einer Linie festgelegt gewesen, welche Entscheidungen in meinem Leben anstehen und als hätte ich eine Art Schablone, die ich auf dieser Lebenslinie plaziere, wann ich mich wie entscheide. Und die Schablone ist auf der Linie so verschoben, daß jede Entscheidung, die ich treffe sich als falsch herausstellt. So eine Art Verschiebung im Bahnfahrplan, weil ein Zug Verspätung hatte. Die Schablone wurde an einem falschen Zeitpunkt angesetzt und deswegen ist alles durcheinander geraten.

Ist das nun aus freiem Willen geschehen oder war auch das vorherbestimmt?
Oder noch wichtiger: Was heisst es für mich? Für Menschen überhaupt?
Und wenn es wirklich freier Wille ist, wie kann sich soviel Pech ansammeln wie in den letzten Monaten? Müsste nicht schon rein statistisch einmal eine richtige Entscheidung dabeigewesen sein?

Unfassbar, nach einem Jahr 2007, das so beschissen geendet hat, wie es eigentlich nicht mehr zu toppen gewesen ist, schafft 2008 das doch spielend. Es ist lange her, daß ich solche Gedanken hatte, aber wenn sich das so weiterentwickelt, werde ich mir keine Gedanken drüber machen müssen, wo ich dieses Jahr Silvester feiere.

Unabhängig davon - aber wenn man es zusammen betrachtet schon fast passend - werde ich auch einen anderen Gedanken nicht los. Der lautet im wesentlichen "Was bleibt übrig, wenn ich tot bin?" Ich habe zur Zeit den Drang, etwas zu erschaffen, was mich überdauern kann. Wenigstens ein kleines Zeichen auf der Erde hinterlassen, daß ich dagewesen bin. Ich habe da eine Idee, das werde ich mal vertiefen. Zur Zeit muss ich mich eh dringend vom Leben ablenken.

Wenn nicht dieses Ablenken auch nur konsequenten Stillstand bedeuten würde, der mich letzten Endes auch nicht weiterbringt.

Damned if you do, damned if you don't...
26.1.08 01:48
 



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