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Ich wünschte, Flanders wäre tot.

Randal: „Which one did you like better,‚Empire or Jedi?“
Dante: “Empire.”
Randal: “Blasphemy.”
Dante: “Empire had the better ending. Han gets frozen in carbonite, Luke gets his hand cut off. It ends on such a downnote. And that’s what life is, a series of downnotes. All that Jedi had was a bunch of Muppets.”

- Clerks

Das Jahr geht zu Ende und mit mir geschieht etwas Seltsames. Eigentlich finde ich, ich hab mich dieses Jahr ganz anständig geschlagen. Ich bin recht gut in Form, hab den Alkohol reduziert aber vor allem hatte ich das Gefühl, diese innere Barriere überwunden zu haben, die mich das letzte Jahr so gestört hat. Das Gefühl von „Das kann doch nicht alles im Leben gewesen sein.“ Doch, soweit war eigentlich echt alles in Ordnung, ich habe mich damit abgefunden, dass das, was ich jetzt bin, alles ist, was ich zurzeit sein kann und will.

Und seit etwa zwei Wochen liegt das alles in Trümmern. Es hat banal angefangen aber seit dieser Zeit geht alles was ich anfasse zu Bruch. Ich bin vertraut mit dem Konzept von selbsterfüllenden Prophezeiungen und wahrscheinlich ist es auch genau das, aber ich fühle im Moment Dinge, die mir das ganze Jahr erspart geblieben sind.

Ich stehe vor dem Hütchenspieler, der drei Kugeln unter drei Hütchen versteckt hat und unter jedem Hütchen, unter dem ich nachschaue grinst mich nur die völlige Leere an. Das Gefühl in einer bestimmten Situation eigentlich gar nicht verlieren zu können und dann am Ende trotzdem als Verlierer dazustehen ist mir jetzt nicht so unbekannt, dass ich davon völlig überrascht wäre. Es ist aber ein Schritt zurück, und es ärgert mich.

Vor einiger Zeit hätte ich mich noch beinahe gefreut, diese Gefühle zu spüren, die ich jetzt habe. So ein Fünftklässler-Herzschmerz, der mir einfach nur zeigt, dass ich noch am Leben bin. Nur mittlerweile weiß ich, dass ich am Leben bin. Jetzt geht’s mir einfach nur noch an die Nieren.
Merkwürdig daran ist, dass ich gar nicht mehr so richtig weiß, wann ich was fühlen werde. Wenn man so will, sind Kopf und Seele (davon ausgehend dass ich letzteres wirklich besitze) im Moment völlig getrennt. Der eine hat keine Ahnung davon, was die andere ausheckt und umgekehrt. Ich komme mir vor, als wäre ich der Boxsack, auf den beide gleichzeitig einprügeln.

Und jetzt ist mein Kopf da und sagt mir sinngemäß, dass ich mir nichts vorzuwerfen habe. Ich habe mich so verhalten, wie es für mich stimmig ist und habe mich nicht verstellt. Die Reaktionen, die ich bekomme, kann ich nicht nachvollziehen, aber so ist das Leben nun mal. Wenn es nicht klappt, klappt es eben nicht. Und alles Weitere ist einfach Pech und weil ich einmal Pech hatte sehe ich jetzt auch nur die schwarzen Dinge… und gehe folglich von einer Pechsträhne aus.
Und meine Seele sagt mir: „Aha… interessant. Hier, noch mal mit dem heißen Bügeleisen auf die Eier!“
Stellt sich also die Frage, wie mit Gefühlen umgehen, die eigentlich unlogisch aber eben da sind? Zur Hölle, sie sind eben da.

Tja, was tun… vermutlich einfach aussitzen, was bleibt mir denn auch sonst? Um zu reden und Dingen nachzugehen fehlt mir der Gesprächspartner, der mir erklären kann, was zur Hölle manche Dinge sollen und bei manchen anderen Dingen bin ich mir recht sicher, dass es besser ist, sie nicht genauer zu wissen.

Jetzt gilt es erstmal diese Woche zu überstehen, danach habe ich Urlaub und werde mich daran machen, alles in punkte Alkohol nachzuholen, was ich das letzte Jahr über verpasst habe.

This life hesitates to be enjoyed
Not the slightest prospect of change
Vicious circle that I thought to have escaped
A lasting state of worry prolongs

Another mirthless year goes
Another hopeless day
In another mirthless life

- Mirror Of Deception: Mirthless
18.12.07 09:47
 



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