Footprints...
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Das wars schon.

Schade.
13.9.07 22:29


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Perfekt

Seit zwei Tagen hintereinander habe ich perfekten Schiss. Hoffentlich bleibt das für den Rest meines Lebens so. Kacken ist im Moment echt ein Genuß.
12.9.07 22:59


Warning - Watching From A Distance



Eins weiss ich, hätte ich diese Band zwei Wochen später kennengelernt, hätte ich mir schon längst den Arsch wundgebissen. Aber zum Glück habe ich noch die allerletzte CD des Debuts 'The Strength To Dream' direkt beim Label abgreifen können und war schon da vom richtig langsamen Doom der Engländer begeistert. Neben der mitleidenden Stimme von Pat Walker war es besonders das Drumming von Stu Springthorpe, das es mir angetan hat. Diese hämmernden Tom-Fills habe ich nie mehr aus dem Kopf bekommen. Als die Band für das dritte Doom Shall Rise bestätigt wurde, war klar, daß ich schon allein wegen ihnen wieder hinfahren würde und bei den Göttern, nie hat sich ein Konzert mehr gelohnt. Eine komplette Halle, die 20 Minuten lang nach einer Zugabe schreit, auch nachdem die Band längst gesagt hat, daß sie gar nichts mehr spielen können... man muss dabei gewesen sein, denke ich. Diesen Auftritt habe ich über diverse dunkle Kanäle auch auf DVD auftreiben können und habe mich so mit den beiden dort gespielten neuen Songs 'Watching From A Distance' und 'Footprints' vertraut machen können. Besonders letzteres ist mit seiner göttlichen Gesangsmelodie einfach nur die Wucht. Von da an waren die Stationen relativ überschaubar, 'Footprints' wurde auch vorab auf der Label-Homepage veröffentlicht und im Januar 2007 holte ich die auf 150 Stück limitierte Holzbox-Version der CD aus dem Briefkasten und seitdem ist mein Leben nicht mehr dasselbe.

'Watching From A Distance' ist in jeder Hinsicht eine Steigerung zum Vorgänger und der war ja schon genial. Aber Nebensächlichkeiten, wie daß die Produktion wuchtiger ist, interessieren hier eigentlich überhaupt nicht. Nein, was die Scheibe so besonders macht, sind die Emotionen die man bei jeder einzelnen Note heraushören kann, die Pat bei jeder einzelnen Textzeile unterbringt... Mensch, ich könnte heulen, wenn ich nur so drüber nachdenke.
Los gehts mit dem Titeltrack und sofort wird deutlich, daß Warning nach wie vor nichts davon halten, Songs mit "normalen" Spieldauern zu schreiben. Der Song dauert so lang, wie er dauern muss und basta. Und auch wenn Riffs, wie gerade bei diesem Song, einfach nur 20mal am Stück wiederholt werden, wird es einfach nicht langweilig und genau das macht Warning zu so etwas besonderem. Erst nach etwa drei Minuten prinzipiell simpler Riffs, unterlegt mit abwechslungsreichen Drums, setzt der Gesang ein und drückt einem förmlich in den Sessel oder wo immer man auch gerade drauf sitzt. Ich finde es immer noch sehr schade, daß Warning nie wirklich ihre Texte abgedruckt haben, aber andererseits haben diese im Gesamten für mich eh immer relativ wenig Sinn gemacht (von 'The Return' mal abgesehen): Aber in fast jedem Text sind so ein paar Ausschnitte, die für mich unsterbliche Textzeilen sind. Und so auch hier: "And then I remember, that I know you love me, I know you do". Klingt simpel, aber muss man Pat mal singen hören. Wer davon keine Gänsehaut bekommt, ist schlicht und ergreifend tot.
'Footprints' ist gleich der nächste Song und für mich der beste Song, den Warning je geschrieben haben. Hier passt wirklich alles, die Gesangsmelodie ist ja sowas von nicht von dieser Welt, die Bilder die Pat heraufbeschwört von einem Krieger, der vor der Ruine dessen steht, was er zu schützen geschworen hat, des gebrochenen Mannes, der nackt und frierend, ohne Rüstung und Schwert auf der Suche nach Schutz und Geborgenheit ist... zwischendrin im Mittelteil Melodien, bei denen mir jedesmal die Tränen kommen und ein - gerade gesanglich - unglaublicher Höhepunkt zum Schluss. Punkt, aus, Ende: Das mitreißendste Stück Musik, das jemals geschrieben worden ist.
Was für diese beiden Songs gilt, gilt auch für die restlichen drei Songs auf der Scheibe, ob sie nun - wie 'Bridges' und 'Echoes' ein wenig introventierter klingen oder wie 'Faces' eine förmliche Wand von Gefühlen darstellen, die ganze Scheibe ist nur so überfüllt mit Höhepunkten: die bei 'Bridges' immer wiederkehrende Textzeile "I wish you were with me tonight" und die darauffolgende Melodie aus vier Tönen, das so simple und doch so wirkungsvolle Intro von 'Faces' und dessen grandioses Ende oder die letzten 2,5 Minuten von 'Echoes', eine gefühlvolle Gitarrenmelodie, die das Album so perfekt zusammenfasst und mal rein gar nichts mit den spontan zusammengeschusterten seelenlosen Gitarrensolos anderer Bands zu tun haben.

Pat und Stu habe ich beim Doom Shall Rise kennengelernt und war so unglaublich beeindruckt davon, daß diese Band kein Image irgendeiner Art hat. Hier stehen keine pubertären Jungs auf der Bühne, die einen Emo-Trip abziehen, hier gibt es keine Rüschenhemden... hier stehen drei Männer auf der Bühne, die es geschafft haben, Gefühle, die jeder von uns schon gehabt hat, in Musik zu verwandeln und zwar auf eine Art und Weise, die einfach nur perfekt ist. Ich könnte mir gut vorstellen, daß jemand, der nur die Scheibe kennt, sogar von der Erscheinung der Band enttäuscht werden würde, aber mir hat gerade das gefallen, daß sie eben die Jungs von nebenan sind. Im Ernst, ich könnte keiner Image-Band solche Musik abnehmen und keine Band könnte um ihres Images willen solche Musik schreiben.

Als kleine Anekdote vielleicht noch der Hinweis, daß ich mich mit Stu länger über die - mir nicht bekannten - beiden Demos der Band unterhalten habe, die er mir zuschicken wollte, was wir dann aber doch gelassen haben, da die Demos der limitierten Version von 'Watching From A Distance' beiliegen. Ich wollte die beiden Dinger echt gerne hören und ich habe sie ja nun auch schon seit über neun Monaten hier rumliegen. Und was ist los? Niemals, kein einziges Mal habe ich sie mir angehört. Ich bin noch niemals auf die Idee gekommen, wenn ich Warning hören möchte, nicht 'Watching From A Distance' zu hören. Noch nie. Werde ich wahrscheinlich auch nie.

Wenn Gott Metal spielen würde, würde er Warning-Songs covern.

I am not feeling the green burning flame
As I gaze back along footprints you have made
I am not dreaming of more than you have shown
You are not a foundation, you are not a stone
But I'm afraid of the way that I'm feeling
Afraid of this new understanding now
Afraid for the beauty within me
And that which I hold within my hands
And this is the ultimate secret
That many before me have ever known
So capture me while I am weakest
I want to know, I want to know...

Here I am wide open
Surrender into your side
I have laid down my armour
I have no sword at my side
I leave behind me the ruins
Of the fortress I've sworn to defend
I leave behind me foundations
I leave you a man, I leave you to mend
And through all the battles around me
I never believed I would fight
Yet here I stand a broken soldier
Shivering, naked in your winter light

- Warning: Footprints
9.9.07 16:45


Schöne Dinge... und trotzdem fast AUF'S MAUL!

Gestern war irgendwie ein schöner Abend. Candlemass, Warning und The Lamp Of Thoth haben in Würzburg gespielt und alle waren krank... bin ich eben allein hingefahren. Hab mich auch nur minimal verfahren.

Ich glaube das war das allererste Konzert meines Lebens, das ich völlig nüchtern verfolgt habe. Eigentlich kann ich nur sagen, daß es ein echt schöner Abend war, ein paar alte Bekannte getroffen und paar Leute endlich mal persönlich kennengelernt. Als Warning gespielt haben, hatte ich fast schon Pipi in den Augen. Herrlich, 'Watching From A Distance', 'Footprints' (das die halbe Halle mitgesungen hat... Genial!), 'Faces' und 'The Return'. Der Auftritt beim DSR vor 2,5 Jahren war zwar noch geiler, aber was solls. Hab auch Stu wiedergetroffen und ich hatte ein richtig warmes Gefühl im Herzen... seit mindestens 25 Jahren hat niemand mehr sowas nettes zu mir gesagt:
"Who are you here with?"
"Nobody, I'm alone."
"No, you're not."
Hach ja. Von Pat hab ich noch ein Warning-Shirt bekommen und Andy von Lamp Of Thoth hat mir einen Patch geschenkt. Die Lampe hat sowieso gerockt wie Sau, ehrliche Musik, die einfach nur Spaß macht und mittendrin spontan gedichtete Vierzeiler auf den Herrn der Finsternis. Und Refrains wie
"Hey you, you motherfucking whore
You're gonna burn, there's blood on Satan's claw"
kriege ich auch Stunden später nicht mehr aus dem Kopf. Ganz abgesehen davon hatten die eine richtig feine Schlagzeugerin. Mjam.

Das einzige, was mich richtig angekotzt hat, war dieses betrunkene Arschloch, das einen Narren an mir gefressen hat und mich bei Warning ständig angerempelt und mir seine verfilzten Dreadlocks ins Gesicht gehauen hat. Während Candlemass hab ich ihn irgendwo schlafen rumliegen sehen, oder vielleicht hat ihn auch einer bewusstlos geschlagen. Ich hätte auch irgendwie Lust dazu gehabt.

Candlemass haben mir auch recht gut gefallen, Lowe hat sich als Sänger recht wacker geschlagen, finde ich. Nur die Songauswahl war ein wenig seltsam, 'Solitude' und 'At The Gallow's End' gleich als zweiten, bzw. dritten Song gespielt, als erste Zugabe dafür nur ein 'White Dwarf', aber mit 'Samarithan' wurde es dann doch noch versöhnlich. Und 'Of Stars And Smoke' ist einfach nur ein schönes Lied.

Na dann...
Hey you, you motherfucking whore...
9.9.07 16:04


Skyclad - Wayward Sons Of Mother Earth



Martin Walkyier hat für mich mit großem Abstand die beste Texte in der gesamten Metal-Szene (und soweit ich es beurteilen kann, im Musikbereich überhaupt) verfasst. Schon alleine wegen seinen Lyrics gehören Skyclad zu einer meiner absoluten Lieblingsbands, aber Skyclad hatten noch weitaus mehr zu bieten.
Die Briten haben einen herrlichen Gegenpol zu dem mir so auf die Nerven gehenden deutschen Mittelaltermetal mit Zirkusgruppen wie In Extremo oder Schandmaul geschaffen, indem sie keine verkappten Minnegesänge verwursten, sondern das, was ICH unter Folk verstehe. Nämlich das, was man in verrauchten Pubs hört und nicht das Gejaule von in der Zeit hängengebliebenen Spielleuten. Die homogene Vermischung von Heavy Metal und Folk war auf 'Wayward Sons...', dem ersten Skyclad-Album, aber noch weit entfernt und sollte erst mit den beiden Göttergaben 'Prince Of The Poverty Line' und 'The Silent Whales Of Lunar Sea' ihren Zenith erreichen. Auf dem Debütalbum von Skyclad hört man noch an allen Ecken und Enden die Vorgängerbands Sabbat (Walkyier) und Satan, bei denen die Gitarristen Graeme English und Steven Ramsey früher tätig waren, heraus. Es regiert - teils sehr vertrackter - Thrash Metal und macht 'Wayward Sons...' zum härtesten Skyclad-Album. Auch wenn die Band hier ihren eigenen Sound noch nicht wirklich gefunden hat, gehört das Debüt für mich zu den besten Werken der Band. Das Songmaterial ist einfach zu stark und hat mit der Bandhymne Skyclad (das die Absurdität jeglichen Strebens nach materiellen Dingen in gelungener Weise aufzeigt, indem es alle BWL-Studenten dieser Welt in die Ritterzeit zurückversetzt), dem ersten "Hit" 'The Widdershin Jig', dem pfeilschnellen 'The Cradle Will Fall' (textlich eine - natürlich negative - Betrachtung der Spezies Homo Sapiens) und dem vielschichtigen 'Terminus' (hier geht es um Atomwaffen) jede Menge Highlights zu bieten. Mit 'Moongleam & Meadowsweet' gibt es eine Ballade, deren Anfang mich stark an 'Advent Of Insanity' vom zweiten Sabbat-Album erinnert und Walkyiers holprige Gesangsstimme so richtig zum Glänzen bringt. Ganz klar, und nicht erst seit diesem Song offensichtlich, ist der Mann kein technisch guter Sänger, aber er singt mit Überzeugung. Wie er es selbst Jahre später im Song 'Penny Dreadful' formuliert hat: "Rhyme your poetry with anger and then sing it with a passion". Seine stärksten Momente hat er sowieso, wenn er nicht melodisch singt, sondern mit seiner rauhen Stimme in Hochgeschwindigkeit seine Texte von sich kreischt, wie im Song 'Skyclad'.
Was Skyclad so sympathisch gemacht hat, war die Tatsache, daß die Band obwohl sie eine der ersten war, die Folk mit Metal gemischt haben (lange vor solchen Kappen wie Subway To Sally), niemals ihre Lorbeeren einsammeln durfte und trotzdem über Jahre hinweg weitergemacht haben, auf jeder Platte mit einem leicht veränderten Sound, niemals stagnierend und niemals eine schwache Platte veröffentlicht haben. Und für mich persönlich hat jemand wie Martin Walkyier, der seit Jahrzehnten die Mißstände in der Welt anprangert, und zwar nicht mit der "Wasser predigen, Wein Saufen"-Mentalität eines U2-Bono, weitaus mehr zu sagen, als alle Bands, die über Drachen, Satan oder Wikinger singen, zusammen.
Nach dem 2000er-Album 'Folkemon' verliess Walkyier leider die Band, die seitdem zwar noch eine Platte veröffentlicht hat ('A Semblance Of Normality') aber mit dem neuen Sänger Kevin Ridley ihre Identität verloren hat. ALLE Alben vor diesem Tiefpunkt sind jedoch hörenswert. Und wer Skyclad nur hört ohne die Texte zu lesen, bringt sich um das halbe Vergnügen.

I'll sing to you of days departed
Times when men proud and stout-hearted carved their name in history's bloody page
The corpse of chivalry long dead
Is turning in his loamy bed indignant at your new 'enlightened' age
White-collared knights at boardroom tables dream their own financial fables
Fight to make their incomes larger - mounted at their credit charges

Held within the safety of this mundane existence
Facing endless grey mondays of dull nine to fives
We all climb the social ladder with a dogged persistence
Forging chains we shall carry for the rest of our lives

We cannot see through clothes may maketh man they cannot give us shelter
From this mortal helter-skelter if your loyalties are torn
Between the values we believe in and the egos we are feeding
We stand all together naked as the day we were born

And so cast of the lies that are our lives and find the truth within
Skyclad - the veil has lifted
Skyclad - now I see through
Skyclad - your mask of illusion
Skyclad - to the fake that is you

Financial wizards read their spells from filofaxes
Concrete hells of their own making pass for Avalon
These men self-made by shrewd investing spend their weekends child-molesting
Lost in 'green-belt' dreams they do no wrong

Your mortgage payment rocket like your blood pressure rising
Executive stresses are the dragons you fight
In your Armani armour you are practically shining
You have no code of honour you must always be right

Just give to me a simple life, my tastes are not demanding
And whatever life may hand me I'll accept it with good grace
For I am just a simple lad with few ideas about my station
So ale and song will apt suffice to keep me in my place

How can you know the coast of everything yet never see its worth?
If you think because you paid the piper you should call the tune
Well think again my friend, life is a game of chance
By fate's command we win or loose but still retain the right to choose
If we should stumble on or shed our cares and dance

You charge each other for the time and breath it takes to say 'good morning'
But the truth is slowly dawning, things are getting out of hand
We all pursue our shattered dreams along the roads to our own ruin
Wall our empires sink and wash away like castles made of sand

And so cast of the lies that are our lives and find the truth within

- Skyclad: Skyclad
19.8.07 15:26


Ende. Aus. Micky Maus.

Vorläufig war es das mit dem Blog. Ich habe einfach keine Lust mehr zu schreiben.

Bis in paar Monaten oder so.
27.7.07 19:55


Schon klar

Ja, mir ist die Ironie in der ersten Hälfte meines letzten Blog-Eintrags durchaus bewusst, ich muss darauf nicht hingewiesen werden.
4.7.07 20:40


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